Etiketten selbst gestalten – Schritt für Schritt
A4-Papier und Rollenetiketten im Browser gestalten, lokal sichern und maßhaltig ausgeben. Die Editorabbildungen zeigen ausdrücklich fiktive Testdaten. Die Druckertreiber-Bilder zeigen vom Nutzer bereitgestellte Beispieleinstellungen.
Die Formatschalter A4-Bogen, Etikettenrolle und Anderes Format stehen oben im blauen Kopfbereich neben Sprache, Projekt öffnen/speichern und Hilfe. Auf schmalen Bildschirmen werden die Gruppen umgebrochen. Die gemeinsame Werkzeugzeile steht direkt über dem Motiv und bleibt bei aktivierter Motivfixierung im Blick.
1. Format laden oder Rolle anlegen
Vor der ersten Nutzung bestätigen Sie die Nutzungsbedingungen der kostenlosen Alpha-Version. Die bestätigte Fassung wird nur in diesem Browser gespeichert.
Wählen Sie A4-Bogen und geben Sie Ihre Kennung PAP001-… oder CU0001-… ein. Auch der vollständige Konfigurationslink von papier-perforiert.de beziehungsweise cunu.de ist möglich. „Format laden“ übernimmt die gespeicherte Aufteilung. Die Beispielaufteilung dient nur zum Ausprobieren.
Für Thermo- oder Rollenetiketten wählen Sie Etikettenrolle. Tragen Sie Breite und Höhe in Millimetern ein, etwa 70 × 38 mm. Die längere Seite darf höchstens 297 mm, die kürzere höchstens 210 mm betragen. Ein Etikett wird später eine PDF- oder Druckseite.
Der Bestelllink neben der Formatbezeichnung folgt dem geladenen Papierformat. Im Rollenmodus führt er zum CUNU-Katalog. Beim Formatwechsel bleiben Entwürfe für bisherige Formate im Projekt erhalten. Zurückwechseln stellt sie wieder her. Inhalte werden nicht automatisch verkleinert: Prüfen Sie bei kleinerem Format die Randwarnungen.
2. Ränder freilassen und Druckfelder auswählen
Die Feldaufteilung stammt aus dem geladenen Papierformat. Im Modus Felder ausschließen klicken Sie auf vorhandene Felder oder ziehen mit gedrückter Maustaste darüber, beispielsweise entlang der ersten Spalte. Start auf einem aktiven Feld schließt alle überstrichenen Felder aus; Start auf einem grauen Feld gibt sie wieder frei. Mindestens ein Feld bleibt verwendbar.
Graue Felder bleiben auf jeder Seite leer. Ihre Gestaltung bleibt gespeichert. CSV- und gemeinsame Entwürfe überspringen diese Positionen; individuell gestaltete Felder behalten ihren Platz. Ein Strich lässt sich mit „Rückgängig“ vollständig zurücknehmen. Eine zusätzliche Zeilen-/Spaltenleiste gibt es nicht.
Der Innenabstand hält Inhalte innerhalb jedes verwendeten Feldes von Schnitt, Perforation und Außenrand fern. Er verändert weder die Papieraufteilung noch die Etikettengröße. Gestrichelte Hilfslinien erscheinen nur in der Vorschau.
Mit Plus, Minus oder dem Regler ändern Sie die Bildschirmgröße. „Ganzes Blatt einpassen“ zeigt die vollständige Fläche; „Breite nutzen“ vergrößert sie bis zur verfügbaren Breite. „Motiv im Blick behalten“ ist standardmäßig eingeschaltet: Auf großen Bildschirmen bleibt die Arbeitsfläche unter dem Kopfbereich sichtbar, während Sie die seitlichen Einstellungen durch Seitenscrollen erreichen. Verschieben Sie bei hohem Zoom den sichtbaren Ausschnitt mit „Handwerkzeug“ oder Leertaste + Ziehen. Mit Fokus auf der Arbeitsfläche verschieben auch die Pfeiltasten die Ansicht. Ist die Fixierung ausgeschaltet oder das Fenster klein, wächst die Ansicht nach unten; scrollen Sie die Seite. Die Leertaste bleibt in Eingabefeldern ein normales Leerzeichen. Beim Bearbeiten und Ausschließen bleibt der gewählte Zoom erhalten; ein Formatwechsel passt die neue Fläche ein. PDF- und Druckmaße ändern sich dadurch nicht.
3. Gestalten und CSV-Daten importieren
Ohne Tabelle fügen Sie links Text, Bild/Logo, Barcode, QR-Code, Datum, Zähler oder Formen hinzu. Mit „Alle Felder gleich füllen“ verwenden A4-Felder einen gemeinsamen Entwurf; individuelle Entwürfe bleiben beim Ein- und Ausschalten erhalten. Eine Rolle verwendet denselben Entwurf für alle Etiketten.
Eine CSV-Datei ist eine Texttabelle, die Sie zum Beispiel aus einem Kassensystem, Excel oder einem Warenwirtschaftssystem exportieren. Der Designer liest diesen Export; er stellt keine direkte Verbindung zum Kassensystem her. Eine Zeile entspricht einem Datensatz, eine Spalte etwa Artikelname, Preis oder EAN. Verwenden Sie möglichst UTF-8 und eindeutige Spaltennamen. Nummern mit führenden Nullen müssen beim Export als Text erhalten bleiben.
Öffnen Sie „CSV importieren“, wählen Sie die Datei und prüfen Sie die ersten fünf Zeilen. Stimmen Umlaute oder Spalten nicht, ändern Sie Zeichensatz oder Trennzeichen. „Import übernehmen“ öffnet links die einklappbare Datenfeldliste. Ziehen Sie ein Feld ins Motiv oder klicken Sie „Einfügen“. Jeder Datensatz verwendet dieselbe Gestaltung.
Die CSV-Liste ist anfangs 360 Pixel hoch. Ziehen Sie den Griff „Höhe ändern“ nach unten oder oben; mit fokussiertem Griff funktionieren auch die Pfeiltasten. „Alle anzeigen“ zeigt die ganze Liste ohne inneren Scrollbalken; „Höhe begrenzen“ kehrt zur gewählten Höhe zurück. Die Höhe wird nur als Bedienpräferenz in diesem Browser gemerkt. Elementauswahl, Bearbeitung und CSV lassen sich unabhängig einklappen; die linke Leiste und Elementliste scrollen mit der Seite.
Unter „Eigenschaften“ wählen Sie die CSV-Spalte eines Elements. Beim erneuten Import werden Zuordnungen anhand eindeutiger Spaltennamen erneuert. Fehlende Zuordnungen und leere zugeordnete Werte müssen vor der Ausgabe korrigiert werden.
Optional wählen Sie eine Mengenspalte mit positiven ganzen Zahlen. Ohne Mengenspalte entsteht ein Etikett je Datensatz; mit Menge 2 wird derselbe Datensatz zweimal ausgegeben. Das Ausschalten der Datenserie zeigt wieder Ihre manuellen Entwürfe. Die mitgelieferte Beispiel-CSV enthält ausschließlich ausdrücklich fiktive Testdaten.
4. Text, Preise und Elemente bearbeiten
Wählen Sie ein Element im Motiv oder in der Liste aus. Position, Größe, Schrift, Farbe und Drehung stehen rechts in einklappbaren Abschnitten. Die rechte Leiste wächst mit ihrem Inhalt und wird über die Seite gescrollt. Die sechs Ausrichtungssymbole beziehen sich auf Feld und Innenabstand. Umschalt + Klick wählt mehrere Elemente; Gruppen lassen sich gemeinsam bewegen und skalieren. Das Schloss sperrt oder entsperrt, der Mülleimer entfernt die Auswahl.
Text erscheint direkt beim Tippen im Motiv. Ein zusätzlicher Übernehmen-Knopf ist nicht nötig. Der Elementname wird aus Inhalt beziehungsweise CSV-Spalte abgeleitet. Neue Text-, Datums- und Zählerelemente starten mit einem passenden Rahmen. Bei der Eingabe wachsen neue Textfelder mit; eine selbst eingestellte Breite bleibt fest. Eine manuell geänderte Höhe schaltet die automatische Texthöhe aus. Mit „Automatische Texthöhe“ kann sie wieder eingeschaltet werden.
Für Preise geben Sie den vollständigen Inhalt ein, zum Beispiel 12,50 €. CSV-Werte werden genauso übernommen, wie sie in der Tabelle stehen. Stellen Sie Nachkommastellen, Währung, Zusätze oder zusammengeführte Angaben deshalb bereits in Ihrer CSV bereit. Zusätzliche Felder für Textquelle, Zahlenformat und Text davor/danach entfallen. Bei CSV-Elementen bleiben Spaltenzuordnung und Darstellung als Text, Barcode oder QR-Code wählbar.
Ältere Projekte behalten ihre gespeicherten Preisformate, Textzusätze und kombinierten CSV-Spalten. Betroffene Elemente zeigen einen Hinweis; Anzeige und Ausgabe verwenden weiterhin diese Einstellungen. Neue Elemente übernehmen den Inhalt unverändert. Die automatische Breite wird für alte Elemente nicht nachträglich aktiviert.
Datumsversatz wird in Jahren, Monaten und Tagen angegeben; Monatsenden werden auf gültige Tage begrenzt. Ein Zähler kann je Feld oder Druckseite fortschreiten. Eigene TTF/OTF-Schriften lassen sich bei vorhandener Einbettungserlaubnis unter „Schriften verwalten“ importieren. „Bild hinzufügen“ erzeugt immer ein neues Element; „Bild ersetzen“ betrifft ausschließlich das ausgewählte Bild.
5. Barcodes einsetzen und Höhe einstellen
EAN-13, EAN-8 und UPC-A verwenden vorhandene Produktnummern mit gültiger Prüfziffer. Code 128 eignet sich für interne Kennungen mit druckbaren ASCII-Zeichen, etwa Buchstaben, Ziffern und Bindestrich. Er ist hier ein allgemeiner Code 128, kein GS1-128 mit Application Identifiers. QR-Codes nehmen frei gewählten Text oder Links auf.
Passende CSV-Spaltennamen wie EAN, EAN8, UPC oder Code128 geben Hinweise auf die Darstellung. Werte werden geprüft; eine bloße Ziffernanzahl macht eine Artikelnummer noch nicht zum Produktbarcode. Ungültige Kennungen werden gemeldet und nicht still repariert. Der Designer vergibt keine GTINs.
Mit Entf löschen Sie markierte, nicht gesperrte Elemente. In Eingabefeldern bearbeitet die Taste nur den Inhalt. Dialoge und gesperrte Elemente sind geschützt. Rückgängig stellt gelöschte Elemente wieder her.
Die Balkenhöhe können Sie in Millimetern oder mit dem oberen mittleren Anfasser ändern. Die Breite und die untere Ziffernposition bleiben dabei erhalten. Bei einem Anfasser mit Tastaturfokus verändern die Pfeiltasten oben/unten die Höhe. Die einstellbare Mindesthöhe der Balken beträgt 3 mm. Dies ist eine Bediengrenze und keine Zusage von Normkonformität oder Lesbarkeit. Prüfen Sie verkürzte Codes mit einem Probedruck und dem vorgesehenen Scanner. Zu schmale Codes oder Balken unter 3 mm blockieren die Ausgabe.
Die Ziffern unter jedem Barcode lassen sich ein- oder ausblenden. Die vorgesehenen weißen Ruhezonen dürfen nicht von anderen Elementen überdeckt werden. Prüfen Sie Barcodes nach einem Ausdruck bei tatsächlicher Größe mit dem verwendeten Scanner. Druckerauflösung, Material und Anwendung bestimmen die praktische Lesbarkeit.
6. Seiten und Rollenetiketten kontrollieren
Kontrollieren Sie verschiedene Datensätze mit „Vorheriger/Nächster Datensatz“. Die Blattnummer beziehungsweise Etikettnummer berücksichtigt auch Mengenspalte und ausgelassene Felder. In der A4-Blattansicht sehen Sie die Verteilung; ein Klick auf ein Feld öffnet die Einzelansicht.
Im Rollenmodus steht eine scrollbare Folge der Etiketten neben dem großen Entwurf. Klicken Sie auf ein Etikett, um es groß zu prüfen. Bei manuellen Rollenentwürfen stellen Sie unten die gewünschte Etikettenzahl ein. Die Rollenvorschau ist auf die Höhe der großen Arbeitsfläche begrenzt und erhält bei Bedarf einen eigenen Scrollbalken. Das gewählte Etikett wird automatisch in den sichtbaren Abschnitt gescrollt; die Anzahl verlängert nicht die Seite.
Vor PDF und Druck prüft der Designer die ausgewählten Seiten. Randüberschreitungen, Textüberlauf und niedrige Bildauflösung erscheinen als Warnungen. „Zu Blatt …, Feld …“ oder „Zu Etikett …“ öffnet die genaue Stelle und wählt das Element. Nach der Kontrolle können Sie „Trotzdem drucken“ beziehungsweise „PDF trotzdem erstellen“ wählen. Positionen und Größen bleiben unverändert; Text außerhalb seines Feldrahmens und Inhalte außerhalb der Druckseite können abgeschnitten werden. Ein leerer überstehender Elementbereich kann nach Ihrer Kontrolle unbedenklich sein. Ungültige Barcodes, fehlende CSV-Zuordnungen und andere Inhaltsfehler müssen weiterhin korrigiert werden. Die Hinweise bleiben unter den Ausgabeknöpfen erreichbar und werden bei Änderungen verworfen und beim nächsten Ausgabeversuch neu geprüft. Obergrenzen: 2.000 Datensätze und insgesamt 2.000 Etiketten, bei A4 höchstens 100 Blätter je Ausgabe.
7. Projekt sichern, PDF erstellen und drucken
Projektdatei sichern
Projekt speichern lädt eine .cunupapier-Datei herunter. Sie enthält Format, Modus, Entwürfe, CSV-Daten, Feldausschlüsse, eingebettete Bilder und importierte Schriften. Bewahren Sie diese Datei lokal auf und öffnen Sie sie später über „Projekt öffnen“. Projekte der Versionen 0.1.0 bis 0.3.1 bleiben lesbar. Das Projektformat bleibt Schema 4 wie in Version 0.3.0.
Die Arbeit wird nicht automatisch gespeichert. Entwürfe bleiben im Arbeitsspeicher des Browsers, bis Sie eine Projektdatei herunterladen. Für den Formatabruf wird nur die Kennung an den passenden Shop übermittelt.
Mit PDF herunterladen erzeugen Sie ein PDF in den tatsächlichen Maßen. Wählen Sie beim Drucken 100 % / tatsächliche Größe und das passende Papierformat; deaktivieren Sie „An Seite anpassen“ sowie Kopf-/Fußzeilen. Bei Rollenetiketten muss der Druckertreiber exakt dieselbe Breite und Höhe verwenden. Falls der Browser das Sonderformat nicht übernimmt, drucken Sie das PDF über einen geeigneten PDF-Dialog.
Unter „Druckeinstellungen“ wählen Sie auf A4 dieselben Ausschlüsse wie in der Blattansicht. Erweiterte Einstellungen enthalten das Startfeld auf einem angebrochenen Bogen sowie Druckversatz in Millimetern. Minus verschiebt nach links/oben, Plus nach rechts/unten. Die Korrektur gilt auch für PDF. Drucken Sie zuerst ein Probeetikett beziehungsweise einen Testbogen.
Blätter oder Etiketten auswählen
Öffnen Sie „Druckeinstellungen“. Standardmäßig sind Alle ausgewählt. Möglich sind ungerade oder gerade Seiten, „Von – bis“, die aktuelle Seite sowie „Nummern und Bereiche“, zum Beispiel 1-3, 5, 8-10. Auf A4 sind dies Blattnummern; auf Rollen die Etikettennummern aus der Vorschau, einschließlich Wiederholungen aus der Mengenspalte. Doppelte Nummern werden einmal und in ursprünglicher Reihenfolge ausgegeben. Die Daten werden nicht neu verteilt; Zähler behalten ihre ursprünglichen Werte. Die Auswahl gilt für PDF und Drucken und wird beim Öffnen eines Projekts oder Formatwechsel auf „Alle“ zurückgesetzt.
Seitengröße im Drucker einstellen
Stellen Sie vor dem Drucken die passende Seitengröße in Ihren Druckereinstellungen ein. Die Eingabe im Etikettendesigner ändert die Einstellungen Ihres Druckers nicht automatisch.
- Öffnen Sie im Druckdialog die Eigenschaften beziehungsweise Einstellungen Ihres Druckers.
- Für A4-Bögen: DIN A4, 210 × 297 mm einstellen – auch wenn die einzelnen Felder kleiner sind. Für Rollenetiketten: exakt die im Designer gewählte Breite und Höhe einstellen. Falls nötig, im Treiber ein benutzerdefiniertes Format anlegen.
- Die zum Papier passende Ausrichtung und im Treiber angezeigten Abmessungen prüfen.
- Mit 100 % / „Tatsächliche Größe“ drucken. „An Seite anpassen“, „Auf Druckbereich verkleinern“ und andere automatische Skalierungen deaktivieren. Kopf- und Fußzeilen ausschalten. Der Bildschirmzoom ist davon unabhängig.
- Zuerst einen Probebogen beziehungsweise ein Etikett drucken und Maße sowie Positionen prüfen. Falls der Browser das Sonderformat ignoriert, das PDF in einem geeigneten PDF-Druckdialog öffnen und dort dieselben Einstellungen vornehmen.
Die folgenden vom Nutzer bereitgestellten Bilder sind Beispiele verschiedener Druckertreiber. Bezeichnungen und Menüs können abweichen. Die gezeigten Werte dürfen nicht pauschal übernommen werden: Maßgeblich sind Ihr Papier und das im Designer gewählte Format.